Besteigung der Wildspitze

 

Bildergallerie

 

  • 001 - Aufstieg zur Breslauer-Huette
  • 002 - Aufstieg zur Breslauer-Huette
  • 003 - Breslauer Huette,2.844 m
  • 004 - An der Breslauer-Huette v.l. Helmut Seiwert, Reiner Gasper, Volker Koenig
  • 005 - Breslauer Huette vor dem Aufstieg zum Wilden Mannle
  • 006 - Beim Aufstieg zum Wilden Mannle
  • 007 - Gipfelbild vom Wilden Mannle, 3.011m
  • 008 - Blick auf den Rofenkargletscher

Hochalpine Klettertour auf den zweithöchsten Berg Österreichs

 

Die Wildspitze ist der höchste Berg Nordtirols und nach dem Großglockner auch der zweithöchste Gipfel Österreichs. Sie liegt in den Ötztaler Alpen und ist an Schönheit und Mächtigkeit kaum zu übertreffen. Der 3.770 Meter hohe felsige Südgipfel ist mit einem Gipfelkreuz versehen und dem firnigen, potenziell abschmelzende Nordgipfel um fünf Meter überlegen. Er wird daher am häufigsten bestiegen. Allerdings setzt diese hochalpine Tour den richtigen Umgang mit Gletscherausrüstung voraus. Auch das Klettern mit Steigeisen bis zum 2. Grad sollte beherrscht werden.

 

Die gletschererfahrenen Bergkameraden beim Aufstieg zur Wildspitze

  

Wir starten die Besteigung der Wildspitze am 11.08.2016 mit der Anreise zum 1.890 Meter hoch gelegenen Bergsteigerdorf Vent und dem Aufstieg zur Breslauer Hütte auf 2.844 Metern, um dort zu nächtigen. Die Bergführung übernimmt Christian Treimer in gewohnter Manier.

Das Etappenziel des 1. Bergtrages kommt in Sicht, die Breslauer Hütte

 

Zur Akklimatisierung steigen wir am darauffolgenden Morgen zum Wilden Mannle auf. Von der 3.019 Meter hohen Bergspitze kann nan bei schönem Wetter einen herrlichen Panoramablick auf die Wildspitze genießen.


 

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  • 001 - Aufstieg zur Breslauer-Huette
  • 002 - Aufstieg zur Breslauer-Huette
  • 003 - Breslauer Huette,2.844 m
  • 004 - An der Breslauer-Huette v.l. Helmut Seiwert, Reiner Gasper, Volker Koenig
  • 005 - Breslauer Huette vor dem Aufstieg zum Wilden Mannle
  • 006 - Beim Aufstieg zum Wilden Mannle
  • 007 - Gipfelbild vom Wilden Mannle, 3.011m
  • 008 - Blick auf den Rofenkargletscher

 

Leider ist dies heute nicht der Fall. Statt dessen sind Schnee und Nebel angesagt, die eine grandiose Rundumsicht auf die Gipfel der Ötztaler Alpen vereiteln. Die Wetterprognose für den nächsten Tag, dem Aufstiegstag zur Wildspitze, ist allerdings viel versprechend. Es soll kalt und frostig werden. Niederschläge sind nicht zu erwarten, also ideale Bedingungen für den Sturm auf den Gipfel.

 

Nebliges Gipfelbild vom Wilden Mannle, 3.011 m

  

Nach einem kurzen Bergsteigerfrühstück beginnt dann am 13.08.2016 um 5:30 Uhr der eigentliche Aufstieg von der Breslauer Hütte zur Wildspitze. Wie die Wettervoraussage prognostizierte, erwartet uns ein wolkenloser und frostiger Morgen. Zügig erreichen wir auf einer Höhe von 3.200 Metern die spärlichen Reste des Mitterkarferners. Vor uns liegt jetzt eine 45 Grad steile Gletscherrinne, großzügig bedeckt mit verharschtem Schnee. So können wir sicher und ohne das lästige Anlegen von Steigeisen aufsteigen.

 

Die Watzmänner beim Einstieg zur 45 Grad steilen Mitterkarrinne

 

In der Mitte der Rinne führt uns die Route dann links schwenkend über einen Klettersteig mit dem Schwierigkeitsgrad B/C hinauf zum 3.468 m hoch gelegenen Mitterkarjoch. Hier treffen wir auf den weitläufigen und spaltenreichen Taschachferner, der von der Wildspitze ins Pitztal fließt.

 

Die Bergkameraden auf dem Taschachferner

 

Inzwischen ist auch die Sonne zum Vorschein gekommen und lässt das Firnfeld im gleißenden Sonnenlicht erstrahlen. Da der Gletscher mit sehr viel hartem Schnee bedeckt ist, sind die meisten Spalten am frühen Morgen noch gut verschlossen und relativ gefahrlos zu überwinden.


 

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  • 001 - Aufstieg zur Breslauer-Huette
  • 002 - Aufstieg zur Breslauer-Huette
  • 003 - Breslauer Huette,2.844 m
  • 004 - An der Breslauer-Huette v.l. Helmut Seiwert, Reiner Gasper, Volker Koenig
  • 005 - Breslauer Huette vor dem Aufstieg zum Wilden Mannle
  • 006 - Beim Aufstieg zum Wilden Mannle
  • 007 - Gipfelbild vom Wilden Mannle, 3.011m
  • 008 - Blick auf den Rofenkargletscher

Nach einer weiteren Stunde befinden wir uns auf einer Seehöhe von 3.700 Metern am felsigen Fuß des Wildspitz-Südgipfels. Hier werden die Steigeisen angelegt, da es überaus steil und stark vereist, im kombinierten Gelände bergwärts geht.

 

Am Fuße des Südgipfels

 

Die spitzen Zacken der Steigeisen erweisen sich im Fels als sehr bissig und überaus brauchbar. Die letzten Höhenmeter klettern wir dann im 2. Grad und erreichen um 10:00 Uhr den 3.770 m hohen Südgipfel der Wildspitze. Damit ist der zweithöchsten Berg Österreichs, der nur noch vom Großglockner um 28 Meter übertroffen wird, von den Watzmännern bezwungen.

 

Die drei Watzmänner auf dem Gipfel der Wildspitze, 3.770 m

 

Nach ausgiebiger Gipfelrast steigt wir über die Aufstiegsroute wieder zu Tal. Der Abstieg zeigt sich dann gefahrvoller als erwartet, ist doch der Schnee in der 45 Grad steilen Rinne des Mitterkarferners inzwischen recht sulzig geworden. Deshalb ist ein Abseilen durch den Bergführer erforderlich, um den Abstieg nicht im freien Fall und innerhalb von 10 Sekunden hinter sich zu bringen.

 

In der steilen Mitterkarrinne ist beim Abstieg Abseilen erforderlich

 

Um 13:30 Uhr erreichen wir wohlbehalten die Breslauer Hütte. Nach einer Hütteneinkehr geht weiter talwärts nach Vent, um von dort aus die Heimreise anzutreten.
Diese hochalpine Tour in den Ötztaler Alpen ist sicherlich eines der absoluten Highlights in der nunmehr 25jährigen Geschichte der Bergkameradschaft DIE WATZMÄNNER. Dabei war das Glück auf unserer Seite. Schließlich fanden wir mit den guten Wetter- und Schneeverhältnissen ideale Bedingungen vor, um diese tolle Gipfelbesteigung in die Tat umzusetzen.

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Wanderberichte

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traumhafte Fotos

Bk de Konti - 30/12/2016 - 18:04

Hallo Konni, wieder schöner Bericht und Fotos unserer letzten Wanderung! So kann man die Wanderung sozusagen 1:1 nachvollziehen! Danke! Bk de Konti

BK de Stenz - 03/11/2016 - 17:14

Hallo Konni, bitte meine E-Mail Adresse ändern in stenzehelmut@gmx.de

Bk de Konti - 19/06/2016 - 09:26

Hallo Konni, danke für die Super-Wanderberichte unserer, wenn auch nassen, trotzdem Super 2TT mit den tollen Fotos, sodass wir Teilnehmer diese in der Erinnerung super "nachwandern" können. Danke!!

Nuppy - 30/05/2016 - 21:11

Super attraktive Wanderung auf dem Rheinsteig. Leider konnte ich nicht dabei sein. Die Beschreibung ersetzt zwar nicht die Wanderung, aber sie motiviert für's nächste mal.

BK de Tibor - 25/02/2016 - 05:51

Hallo Watzmänner, Tolle Bilder und ein super Wanderbericht hat Konnie mal wieder ins Netz gestellt. Ich wäre gerne mit gewandert. Beim nächsten mal bin ich wieder dabei. LG BK Tibor

BK de Fritsche - 02/06/2015 - 22:25

Hallo Tibor, hallo Nuppy, ich habe mich sehr gefreut, als ich eure Kommentare zu meinen Berichten gelesen habe. Ich werde mich bemühen auch in Zukunft stets spannend und kurzweilig zu schreiben.

Nuppy - 31/05/2015 - 11:36

Hallo Konrad, spannend wie immer und schöne Bilder. War eine kurzweilige aber auch anstrengende Wanderung...

BK de Tibor - 18/05/2015 - 22:46

Ich durfte bei dieser herrlichen Wander-Tour mit dabei sein. Dieser super Wanderbericht läst alles noch mal Revue passieren. Noch mal Danke an Konnie für die Super zwei Tages Tour.Weiter so. LG Tib

LisaS. - 18/05/2015 - 22:12

Sieht nach einer gelungenen, aber auch anspruchsvollen Wanderung aus. Aber das ist für die Watzmänner ja ein leichtes. :D Die Bilder laden ebenfalls wieder zum Träumen ein. :)

BK de Fritsche - 05/04/2015 - 21:58

Wir haben eben einen tollen Web-Designer dem immer wieder was Neues einfällt :D xD

LisaS. - 05/04/2015 - 21:47

Der Live-Chat ist wirklich klasse. Und die anderen Neuerungen auf der Seite ebenfalls. Nur weiter so! :)

Fry - 05/04/2015 - 21:45

ouh LisaS. Online? xD

Fry - 02/04/2015 - 15:05

wow das Menü erst. Hammer

Bk de Konti - 26/03/2015 - 21:22

Hallo Konni, schöner Bericht und bedauere ich diese Wanderung dann doch verpasst zu haben, Karfreitag werde ich aber dabei sein! Grüße Bk de Konti

Nuppy - 19/03/2015 - 19:49

Super Bericht, spannend zu lesen. Danke für de Mühen ...

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