Mullerthal-Trail von Echternach nach Consdorf

Art:

Streckenwanderung

Länge:

25 km

Wanderregion:

Luxemburgische Schweiz

Schwierigkeitsgrad:

schwer

Bewertung:
Luxemburg

 

Bildergallerie

  • 001 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Wolfsschlucht
  • 002 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Wolfsschlucht
  • 003 - Auf Felsensteigen durch die Luxemburgsiche Schweiz
  • 004 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Felsformation Labyrinthe
  • 005 - Luxemburgsiche Schweiz - Am Perekopfelsen
  • 006 - Luxemburgsiche Schweiz - Felsen soweit das Auge reicht
  • 007 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Houllayhoehle
  • 008 - Luxemburgsiche Schweiz - Am Houllayfelsen

 

Eine traumhafte Route durch die Luxemburgische Schweiz



Die Luxemburgische Schweiz liegt im Deutsch-Luxemburgischen-Nationalpark und beherbergt eine Vielzahl von Naturschönheiten. Insbesondere die bizarren Sandsteinformationen, die vor Jahrmillionen durch die Tertiärmeere geformt wurden, aber auch rauschende Bachläufe, dunkle Höhlen und geheimnisvolle Schlüffe prägen diese Landschaft. Das Filetstück der Region ist das Mullerthal, welches von der Schwarzen Enz durchflossen wird. Die bekannteste Premiumwanderung, den Mullerthal-Trail hat man nach diesem Tal benannt. Die insgesamt 100 Kilometer lange Route besteht aus drei Schleifen, von denen die Watzmänner die mittlere, 25 Kilometer lange Schleife von Echternach nach Consdorf erwandern.

 

Die gewaltigen Felswände in der Wolfsschlucht


Ausgangs von Echternach geht es gleich ziemlich steil bergan in den bewaldeten Hang entlang der Untersauer hinein. Schon bald führt uns der schmale Pfad über grob gehauene Treppenstufen in die tief eingeschnittene Wolfsschlucht hinein. Sämtliche Felsformationen der Luxemburgischen Schweiz sind Relikte aus der letzten Eiszeit. Starke Frost- und Tauperioden führten damals zu gewaltigen Felsstürzen. Große Sandsteinblöcke kippten dabei einfach weg und schufen ungewöhnlich steil aufragende Felswände, Spalten und Klüfte.

 




Der sich ständig durch die Felsen auf und ab windende Pfad bringt uns schon bald zum Labyrinthe. Man glaubt der Weg endet mitten in den Felsen, dann zackt er nach rechts weg und führt durch eine enge Spalte in eine dunkle Grotte hinein, welche man kurz darauf durch eine zweite Spalte wieder verlässt. Wenig später wendet sich der Pfad nach links in das Aesbachtal hinein. Wir überqueren den kleinen Bachlauf mehrmals auf Brücken und Stegen. Entlang den senkrecht aufragenden Wänden des Perekopfelsens wandert die Gruppe weiter zur Houllay. einer riesigen Höhle mit einem drei Meter hohen Loch im Fels, welches allerdings von Menschenhand geschaffen wurde. Bereits in der Römerzeit wurde daran herumgewerkelt.
 

Der Perekopfelsen im Aesbachtal


Im idyllischen Aesbachtal halten wir Rast, bevor wir über den Ort Berdorf zum Predigtstuhl weiterwandern. Diese hochinteressante Felsformation wartet mit einem Rundgang auf, der es den Bergkameraden ermöglicht, sich durch Spalten zu zwängen, die kaum breiter sind als 20 Zentimeter. Man könnte Platzangst bekommen, wenn man sich mit dem Tagesrucksack durch die Engstellen windet und im Zwielicht rechts und links am blanken Fels entlangschrammt. Zu allem Überfluss bietet uns der Predigtstuhl noch die Gelegenheit, zu einem Aussichtspunkt aufzusteigen, um das ganze Felsengewirr von oben zu betrachten. Bald darauf gelangen die Watzmänner in das Mullerthal an dessen Hang wir in südlicher Richtung talwärts wandern.

Felsformation im Mullerthal


Auch hier liegt ein heilloses Durcheinander von kleinen und großen Felsblöcken in der Gegend herum, deren Formen wir bestaunen. Durch die ungeheure Zahl traumhafter Eindrücke kommt überhaupt keine Langeweile auf, denn an jeder Ecke wartet eine neue Überraschung. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir den Ort Müllertal. Dort kehren wir zur Mittagsrast ein.



 

Bildergallerie

  • 001 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Wolfsschlucht
  • 002 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Wolfsschlucht
  • 003 - Auf Felsensteigen durch die Luxemburgsiche Schweiz
  • 004 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Felsformation Labyrinthe
  • 005 - Luxemburgsiche Schweiz - Am Perekopfelsen
  • 006 - Luxemburgsiche Schweiz - Felsen soweit das Auge reicht
  • 007 - Luxemburgsiche Schweiz - In der Houllayhoehle
  • 008 - Luxemburgsiche Schweiz - Am Houllayfelsen
 



Nach der Wanderpause führt uns der Mullerthal-Trail ins Tal der Schwarzen Enz. Anfangs geht es direkt an dem munter dahin fließenden Wildbach vorbei. Dann steigt der Pfad über Treppenstufen steil nach rechts in den felsigen Hang hinein. Rechter Hand ragen Steilwände auf, während links des Weges der Abgrund gähnt. Aus der Vogelperspektive betrachten wir die ersten Stromschnellen die sich jetzt in dem kleinen Flüsschen zeigen. Kurz darauf ist es dann soweit. Die Wandergruppe erreicht die bekannteste und am meisten besuchte Sehenswürdigkeit in der Luxemburgischen Schweiz, den Schiessentümpel.

Am Schiessentümpel im Tal der Schwarzen Enz


Wild schäumend ergießt sich hier das Wasser der Schwarzen Enz über drei Kaskaden in einen kleinen Tümpel hinein. Um das Bild zu vollenden schwingt sich über den Wasserfall noch eine uralte Steinbrücke. Eine ganze Weile schauen auch wir den herabstürzenden Wassern zu. Dann ist es an der Zeit, dem Tal der Schwarzen Enz Lebewohl zu sagen. Auf der anderen Seite des Baches geht es steil bergauf in Richtung Consdorf. Auch der letzte Teilabschnitt dieser herrlichen Streckenwanderung ist gespickt mit sensationellen Höhepunkten. Als erstes gelangen wir zur Eulenburg, einem riesigen Felsen, der uns durch einen winzigen Spalt in eine Felsengrotte treten lässt. Im Halbdunkel gilt es dann über eine holperige Steintreppe aufzusteigen, um hoch oben wieder in den hellen Wald hinaus zu gelangen. Kaum haben wir die Eulenburg hinter uns gelassen, wartet mit der Goldfralay der nächste Felsen darauf, bestiegen und erkundet zu werden.

Am Goldfralayfelsen in der Luxemburgischen Schweiz


Durch einen schmalen Einlass in der Wand treten die Watzmänner auch hier in das Innere der Felsformation. Im fahlen Licht tasten wir uns durch enge Spalten, biegen um mehrere Ecken, und gelangen zu einer nach oben führenden Steintreppe, die auf das Felsplateau der Goldfralay hinauf führt. Hier oben, etwa dreißig Meter über der Felssohle treffen wir auf eine üppige Vegetation. Farnstauden, Moose, Flechten und Baumpilze gedeihen in ungeahnter Fülle und Pracht.




Mit der Route des Mullerthal-Trails gelangen die Wanderer zur Goldgrube. Ein gewaltiger Überhang zeigt an, dass es zum Schluss noch einmal recht dramatisch wird. In einem talähnlichen Einschnitt wächst hinter der nächsten Wegbiegung eine riesige, wild zerklüftete Felswand mit fast bedrohlichen Ausmaßen in den Himmel.
 

Felsformation im Bereich der Goldgrube

 
Kurz vor dem Wanderziel, dem Waldparkplatz zwischen den Orten Müllertal und Consdorf, begegnen wir noch einem versteinerten “Tigerkopf”, der auf die Gruppe herab zu lächeln scheint. Denn der Phantasie sind auf dieser Tour keine Grenzen gesetzt. Dann haben wir es geschafft. Auf dem Wanderparkplatz in Consdorf endet eine herrliche Streckenwanderung über den Mullerthal-Trail mit einer Vielzahl von gigantischen Eindrücken. Aber jetzt sind Beine und Geist müde vom Wandern, Betrachten und Erleben. Trotzdem möchte man keine Sekunde dieser tollen Route durch die Luxemburgische Schweiz missen. Im Örtchen Consdorf wird abschließende Einkehr gehalten.     

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