Losheimer Felsenweg und Rissenthaler Schluchtenpfad

Art:

Rundwanderungen

Länge:

Losheimer Felsenweg

13 km

Rissenthaler Schluchtenpfad

12 km

Wanderregion:

Saarland - Saarländischer Hochwald

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Saarland - Saargau

 

Bildergallerie

  • 001 - Losheimer Felsenweg - Im Hoelzbachtal
  • 002 - Losheimer Felsenweg - Auf dem Baerenfelsen
  • 003 - Losheimer Felsenweg - Am Baerenfelsen
  • 004 - Losheimer Felsenweg - Im Lannenbachtal
  • 005 - Losheimer Felsenweg - Im Lannenbachtal
  • 006 - Losheimer Felsenweg - Keltische Kultstaette
  • 007 - Losheimer Felsenweg - Am Schlangenfelsen
  • 008 - Am Fischteich ausgangs des Losheimer Felsenweges

 

Mit dem Losheimer Felsenweg entlang rauschender Bachläufe

 

Regnerisches Wetter begleitet die Watzmänner auf dem Losheimer Felsenweg, der im Jahre 2005 mit dem Deutschen Wandersiegel als schönster Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet wurde. Er besticht durch seinen Abwechslungsreichtum und eine geniale Routenführung. Wir marschieren meist über erdige Waldpfade oder felsige Steige, selten über breite Forstwege. Oftmals ist ein rauschender Bachlauf unser ständiger Begleiter.

 

Auf dem Losheimer Felsenweg im Hölzbachtal

 
Die Bergkameranden starten in die Runde im kleinen Ort Waldhölzbach. Gleich außerhalb der Bebauung wartet das erste Highlight auf die Wanderer, der Teufelsfelsen. Diese Quarzitformation fordert geradezu zum Klettern heraus und wir machen auch ausgiebig Gebrauch davon. Im weiteren Verlauf steigen wir in das Hölzbachtal ab. Entlang des rauschenden Bachlaufes wandern wir talaufwärts und überschreiten die Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Stets durch Wald wandernd bewundert die Gruppe die historischen Grenzsteine auf einem alten Grenzpfad und gelangt schließlich in das Lannenbachtal. Aus diesem herbstlich bunten Talgrund steigt der Losheimer Felsenweg zum Bärenfelsen auf. Direkt dahinter geht es entlang einer steil aufragenden natürlichen Felsenmauer wieder hinab ins Tal.

Im Losheimer Felsenweg am Bärenfelsen



Über große Steine springend, überschreiten wir mehrmals das Bachbett des Lannenbaches, oftmals eine etwas rutschige Angelegenheit, aber passend in das Konzept eines Premiumwanderweges. Dann schlängelt sich der Weg durch mannshohe Farnstauden hinüber zum Adelsfelsen. Hier laden Sinnenbänke, die wir schon vom Rothaarsteig kennen, zum Rasten ein. Neben dem Adelsfelsen führt die mit Seilen gesicherte Route erneut zu Tal, trifft dort auf einen Bachlauf, um dann wieder bergwärts zur gegenüberliegenden Höhe hinauf zu führen. Auf einem Bergrücken sind mitten im Wald mittelalterliche Festungsreste zu bewundern, deren Ursprünge aus der Zeit der Römer stammen sollen. Nur wenige Minuten später treffen die Bergkameraden auf eine einzeln stehende, etwas sonderbar aussehende Felsenstehle, die eine geschlagene Rinne aufweist. Hierbei soll es sich um eine keltische Kultstätte mit einer sogenannten Blutrinne handeln. 

Bergkameraden an der keltischen Kultstätte

  

Am Schlangenfelsen vorbei erreichen die Wanderer, über mehrere Holzbrücken aufsteigend und durch lichten Mischwald wandernd, den Ort Scheiden. Hier bietet sich den Watzmännern zu allem Überfluss noch eine geniale Fernsicht über die Erhebungen des saarländischen Hochwaldes. Zum Abschluss dieser Wanderung umrunden wir einen kleinen Fischweiher und kehren über einen sehens- und erfühlenswerten Barfußpfad zum Ausgangspunkt dieser traumhaften Route nach Waldhölzbach zurück.


 

Bildergallerie

  • 001 - Losheimer Felsenweg - Im Hoelzbachtal
  • 002 - Losheimer Felsenweg - Auf dem Baerenfelsen
  • 003 - Losheimer Felsenweg - Am Baerenfelsen
  • 004 - Losheimer Felsenweg - Im Lannenbachtal
  • 005 - Losheimer Felsenweg - Im Lannenbachtal
  • 006 - Losheimer Felsenweg - Keltische Kultstaette
  • 007 - Losheimer Felsenweg - Am Schlangenfelsen
  • 008 - Am Fischteich ausgangs des Losheimer Felsenweges

 

Mit dem Rissenthaler Schluchtenpfad durch Hohlwege und Gräten


Im Anschluss an den Losheimer Felsenweg wird der Rissenthaler Schluchtenpfad von der Bergkameradschaft begangen. Er führt durch zahlreiche Schluchten mit zum Teil extrem steilen Hängen, die in der Region "Grät" genannt werden. Eine Grät ist ein tief eingeschnittenes, enges Kerbtal, welches sich das Wasser, also ein Bach, mit der Kraft der Erosion gegraben hat. Abgerundet wird die Tour durch zwei Aussichtspunkte und zwei tief eingeschnittene Hohlwege, von denen einer gleich zu Beginn der Tour vom Dorfplatz in Rissenthal bergan in den Laubwald führt.

 

Hohlweg im Rissenthaler Schluchtenpfad

  

Der anfangs noch breite Wanderweg verengt sich alsbald zu einem schmalen Pfad, der sich zur Höhe hinauf windet. Entlang der Abbruchkante geht es dann durch lichten Mischwald immer entlang eines dieser tief eingeschnittenen Kerbtäler zu einem ersten Aussichtspunkt. Vom Weg mit zwei Sinnenbänken fällt der Blick auf den im Talgrund liegenden Ort Rissenthal, in den die Wanderer kurz darauf auch wieder absteigen. Bevor wir die ersten Häuser erreichen, bewundern wir noch eine Felsformationen aus rotem Sandstein. Nachdem die Bergkameraden den Ort durchwandert haben, ist es Zeit für eine Pause. Die Wetterlage hat sich erheblich gebessert.. So genießen wir das inzwischen herrliche Wanderwetter und aalen uns in der warmen Herbstsonne. Dann macht sich die Gruppe wieder auf den Weg und in die nächsten, tief eingeschnittenen "Gräten" hinein.

 

Im Talgrund einer der Gräten im Rissenthaler Schluchtenpfad

  

Die engen, überaus tief eingeschnittenen Täler werden am Talboden durchschritten, entlang des Steilhanges durchwandert oder auch nur am oberen Schluchtenrand gestreift. Mal wirken sie durch die weit stehenden Buchen eher offen, mal durch zahlreiche Lianen und umgestürzte Bäume dicht wie ein Dschungel. Langeweile kommt hier also nicht auf, denn hinter jeder Wegbiegung auf diesen verschlungenen Pfaden wartet eine neue Entdeckung, und immer neue Eindrücke machen diese Wanderung zu einem herausragenden Erlebnis.

Die tief eingeschluchteten Gräten beeindrucken sehr

 
Allerdings kann der Wasserspiegel der Bäche, die durch die Gräten laufen bei lang anhaltendem Regenwetter stark ansteigen und die Route zeitweise unpassierbar machen. Zum Schluss wandern die Watzmänner noch durch Streuobstwiesen mit uraltem Baumbestand, bevor der Start- und Zielort Rissenthal wieder erreicht wird. Auch der Rissenthaler Schluchtenpfad wurde mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnet und hat sich dieses Prädikat redlich verdient.

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