Eifelsteig 9. Etappe Mirbach - Hillesheim

Art:

Streckenwanderung

Länge:

26 km

Wanderregion:

Kalkeifel

Schwierigkeitsgrad:

schwer

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

  • 001 - Eifelsteig - Start an der Erloeserkapelle in Mirbach -
  • 002 - Eifelsteig - Wappenfenster der Erloeserkapelle in Mirbach -
  • 003 - Eifelsteig - Watzmaenner im Michelsbachtal -
  • 004 - Eifelsteig - Im Michelsbachtal -
  • 005 - Bluehende Wiesen im Eifelsteig -
  • 006 - Eifelsteig - Fernsicht auf den Aremberg -
  • 007 - Wilde Margariten auf dem Eifelsteig -
  • 008 - Eifelsteig - Schmetterlingswiese Im Ahbachtal -

 

1. Teil: Von Mirbach zum Dreimühlenwasserfall und zur Nohner Mühle

Breite Wald- und Wiesenwege führen durch das grüne Paradies der Kalkeifel von Mirbach nach Hillesheim. Der Eifelsteig folgt auf seiner 9. Etappe weitestgehend der alten Route des Rhein-Kyll-Weges. Dabei lässt der Premiumweitwanderweg auf dem insgesamt 25 Kilometern langen Teilstück oftmals echten Steigcharakter vermissen. Trotzdem kommt nie Langeweile auf. Dafür sorgen drei sehenswerte Kirchen, herrliche Fernsichten, eine trutzige Burg und ein einzigartiger Wasserfall. Die Watzmänner starten die Tour an der Erlöserkapelle in Mirbach.

 

 

Die Erlöserkapelle in Mirbach


Hoch über dem kleinen Eifelort wurde das neuromanische Kirchlein im Jahre 1902 von den Grafen zu Mirbach errichtet. Aus der Ortslage verläuft der Eifelsteig auf breiten Wiesenwegen an Waldsäumen entlang und gestattet einen letzten Blick auf Mirbach und die imposante Erlöserkapelle. 

 



Breite Forstwege durch lichte Laub- und Nadelwälder werden jetzt beschritten. Schließlich geht es hinab zum Michelsbach, den wir im Talgrund auf einem kleinen Steg überschreiten. Nach leichtem Anstieg führt uns die Route bald wieder aus dem Wald hinaus. Höhengleich wandert die Gruppe über ausgedehnte Freiflächen mit gelb blühenden Blumenwiesen.
 

Blumenwiesen am Eifelsteig


Herrliche Weitsichten bieten sich hier den Wanderern. Am Horizont sind die Hohe Acht, die Nürburg und der Aremberg zu bewundern, während im Vordergrund die Orte Leudersdorf und Üxheim auf sich aufmerksam machen. Der Mühlenbach geleitet uns sodann am unschönen Paulushof vorbei in das Ahbachtal hinein. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum spektakulären Dreimühlenwasserfall. Hier stürzt das Wasser über zwei Kalksinterterassen in den Ahbach hinein. Durch die ständig zunehmende Vermoosung und die kalkhaltigen Ablagerungen wachsen die beiden Terrassen ständig weiter. Der kleine Steg zu Füßen des Wasserfalles kann schon nicht mehr begangen werden, da die schäumenden Wassermassen auf die dicken Holzbohlen prasseln. Der Dreimühlenwasserfall ist ohne Zweifel ein sehenswertes Naturschauspiel und sicherlich einer der interessantesten Wasserfälle der Eifel. Folgerichtig wurde er bereits im Jahre 1938 zum Naturdenkmal erklärt.

 

Der Dreimühlenwasserfall bei Niederehe


Die Watzmänner folgen dem Ahbach jetzt talaufwärts. Felsige Pfade führen hoch über dem Gewässer am Steilhang entlang. Hier zeigt die Route endlich Steigcharakter. Aber schon kurz darauf endet die Herrlichkeit des Pfadwanderns wieder. Dafür lockt die Nohner Mühle mit ihrer gemütlichen Einkehr. Die ehemalige kurtrierische Bannmühle ist zu einem urigen Wirtshaus umgebaut worden. Die Watzmänner lassen sich gerne einladen, bewundern das alte Mühlengemäuer und nutzen das reichhaltige Angebot an gekühlten Getränken zu einer ausgiebigen Rast.

 



Bildergallerie

  • 001 - Eifelsteig - Start an der Erloeserkapelle in Mirbach -
  • 002 - Eifelsteig - Wappenfenster der Erloeserkapelle in Mirbach -
  • 003 - Eifelsteig - Watzmaenner im Michelsbachtal -
  • 004 - Eifelsteig - Im Michelsbachtal -
  • 005 - Bluehende Wiesen im Eifelsteig -
  • 006 - Eifelsteig - Fernsicht auf den Aremberg -
  • 007 - Wilde Margariten auf dem Eifelsteig -
  • 008 - Eifelsteig - Schmetterlingswiese Im Ahbachtal -


2. Teil: Von der Nohner Mühle nach Hillesheim

Nach der Mittagspause an der Nohner Mühle geht es über den asphaltierten Kalkeifel-Radwanderweg weiter in Richtung Niederehe. Kurz darauf wird ein alter Bahndamm auf einem Wiesenpfad beschritten. Rechts im steilen Hang wachsen kleine Wacholderstauden und eine pyramidenförmige Felsklippe ragt aus dem sattgrünen Flechtenteppich empor. Das Gold der Eifel, einige wenige Ginsterbüsche, sorgen für die farbliche Auflockerung.

 

 

Wacholderbestückter Wiesenhang im Eifelsteig


Kurz darauf gelangt die Gruppe nach Niederehe. Mitten im Ort treffen die Bergkameraden auf das ehemalige Augustinerinnenkloster. Besonders sehenswert ist die alte Klosterkirche, deren älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen. In der Kirche befindet sich neben dem Hochgrab Phillips von der Mark, die frisch renovierte Balthasar-König Orgel aus dem Jahre 1715. Regelmäßig finden hier Orgelkonzerte statt, die weit über die Region hinaus Beachtung finden. Wir verlassen Niederehe, wandern ein kurzes Stück an der Landstraße entlang und biegen dann an einem alten Steinbruch wieder nach rechts in den Wald hinein. Ein aufziehendes Gewitter mit Starkregen lässt uns in aller Eile am Grab des bekannten Eifelmalers Fritz-von-Wille und an der Burg Kerpen vorbei marschieren, um im nahe gelegenen Eifelort Kerpen Schutz vor den Regenschauern zu suchen. Von hier aus nehmen wir dann das trutzige mittelalterliche Gemäuer auf einem Dolomitsporn hoch über der Ortschaft näher in Augenschein.
 

Burg Kerpen hoch über dem gleichnamigen Eifelort


Die Feste stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde wahrscheinlich von Sigibertus de Kerpene erbaut. Im Jahre 1682 wurde die Burg von französischen Truppen zerstört und später als Steinbruch genutzt. Heute ist die Anlage begehbar und beherbergt ein Schullandheim. Der gut erhaltene Bergfried kann allerdings nicht bestiegen werden.

 



Wir lassen Kerpen hinter uns und folgen der Eifelsteigroute, jetzt wieder bei strahlendem Sonnenschein, zum ehemaligen Steinbruch Weinberg. Schichten von Kalk- und Dolomitgestein der Mitteldevon-Zeit bilden die lotrecht, im verbuschten Gelände aufragende Weinbergwand, die auch die Watzmänner sehr beeindruckt. Nur noch wenige Kilometer trennen uns jetzt von Berndorf. Auf einer Anhöhe am Rand der kleinen Ortschaft liegt die im romanischen Baustil errichtete Wehrkirche St. Peter.

Wehrkirche St. Peter am Ortsrand von Berndorf


Das Kirchenumfeld mit Graben, Wall und Mauer ist noch gut erhalten und überaus sehenswert. Breite Wiesenwege geleiten die Eifelsteigwanderer sodann zum Zielort Hillesheim, den wir von einem oberhalb der Ortschaft angelegten Grillplatz erstmals in Augenschein nehmen können. Steil geht es jetzt über einen von Hecken gesäumten Wiesenweg bergab in den Eifelort hinein, wo diese schöne Wanderung über den Eifelsteig in einem gemütlichen Cafe ihr Ende findet.

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