Goldsteig 3. Etappe Blockhütte - Neustadt

Art:

Streckenwanderung

Länge:

22 km

Wanderregion:

Goldsteig im Oberpfälzer Wald

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Oberpfälzer Wald

 

Bildergallerie

  • 001 - Goldsteig - Im Waldnaabtal an der Blockhuette
  • 002 - Goldsteig - Holprige Wurzelsteige im Waldnaabtal
  • 003 - Goldsteig - Felsformation im Waldnaabtal
  • 004 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 005 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 006 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 007 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 008 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal

 

Mit dem Goldsteig durch das canyonartige Waldnaabtal

 

Das 180 ha große Naturschutzgebiet Waldnaabtal prägt die dritte, rund 22 Kilometer lange Etappe des Goldsteigs in besonderem Maße. Die Route läuft durch den Waldnaab-Canon und dabei ständig am Gewässer entlang. Hinweistafeln erzählen von längst verfallenen Burgen und mystischen Sagen. Rechts und links der Strecke ragen bis zu vierzig Meter hohe Granitfelsen auf, bevor man in den Ort Neuhaus gelangt. Aber auch auf dem Weg zum Etappenziel in Neustadt ist die Waldnaab unser ständiger Begleiter.

 

Im wildromantischen Waldnaabtal

 

Nach erholsamer Nachtruhe im Gasthof Denz in Bernstein, etwas abseits vom Goldsteig, wandern die Watzmänner am frühen Morgen über die freie Feldflur, überschreiten die Autobahn A93 und folgen sodann einem breiten Forstweg, der wenig später steil in das Waldnaabtal hinein fällt. Bevor die Gruppe an der Blockhütte den Talgrund des Waldnaabtales erreicht, folgen die Wanderer der rechts abzweigenden Beschilderung des "Uferpfades". Sogleich erwartet die Watzmänner holpriges Geläuf. Überaus achtsam steigen die Bergkameraden deshalb zur Waldnaab hinab und folgen dem Gewässer in Fließrichtung.


Bergkameraden auf dem Uferpfad im Waldnaabtal

 

Die Waldnaab entspringt an der deutsch-tschechischen Grenze in der Nähe des 853 Meter hohen Naabberges und ist mit 99 Kilometern der längste Quellfluss der Naab, die später bei Regensburg in die Donau mündet. In Millionen von Jahren hat die Waldnaab das Granitmassiv zwischen Falkenberg und Windischeschenbach durchnagt und beherbergt mittlerweile eine außergewöhnliche Flora und Fauna. So hat man den landschaftlichen Besonderheiten dieser herrlichen Schlucht schon seit langem Rechnung getragen und dieselbe unter Schutz gestellt.



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  • 001 - Goldsteig - Im Waldnaabtal an der Blockhuette
  • 002 - Goldsteig - Holprige Wurzelsteige im Waldnaabtal
  • 003 - Goldsteig - Felsformation im Waldnaabtal
  • 004 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 005 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 006 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 007 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 008 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal

 

Die Bergkameraden folgen dem Uferpfad in einem ständigen Auf und Ab. Gewaltige Felsformationen werden umrundet, durchstiegen und erklettert. An unzugänglichen Stellen hat man Metalltreppen installiert um ein ungefährdetes Weiterwandern zu ermöglichen.
 

Metalltreppe auf dem Uferpfad im Waldnaabtal an einer unzugänglichen Stelle

 

Lichtgrüne Farnwedel, Birken und junge Erlen säumen den mit Wurzeln durchsetzten Steig, der sich durch den Canyon windet. Schließlich gelangen die Watzmänner zu einem hölzernen Steg. An dieser Stelle verlassen wir den Uferpfad und wechseln zur anderen Seite hinüber. Dort treffen wir wieder auf den Goldsteig, der jetzt auf einem breiten Uferweg der Waldnaab talwärts folgt.

Auf dem Holzsteg im Waldnaabtal

 

Die Bergkameraden passieren den gewaltigen, etwa dreißig Meter hohen Alt-Neuhaus-Felsen auf dem sich im Mittelalter eine Burganlage befunden hat. Auch der Tischstein, eine Felsformation rechts der Waldnaab weckt die Aufmerksamkeit der Watzmänner.

An der Felsformation Gletschermühle mitten im Waldnaabtal

 

Immer wieder versuchen Steinriesen den Lauf der Waldnaab zu hemmen, darunter die Felsenschwelle Butterfass mit ihren imposanten Strudellöchern und die Gesteinsformation Gletschermühle, die gewaltige Felsblöcke mitten im Flusstal auftürmt. Auch ein wohlschmeckender, eisenhaltiger Sauerbrunnen sprudelt aus dem Felsgestein am Wegrand hervor und erfrischt die durstigen Wanderer. Eine Wanderhütte lädt dabei zur Rast ein, welche die Watzmänner gerne annehmen.


 

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  • 001 - Goldsteig - Im Waldnaabtal an der Blockhuette
  • 002 - Goldsteig - Holprige Wurzelsteige im Waldnaabtal
  • 003 - Goldsteig - Felsformation im Waldnaabtal
  • 004 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 005 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 006 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 007 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal
  • 008 - Goldsteig - Auf dem Uferpfad im Waldnaabtal

 

Unterhalb der Einmündung der Fichtelnaab in die Waldnaab führt uns der Goldsteig aus dem Talgrund steil bergan in die Ortschaft Neuhaus hinauf, einem Ortsteil von Windischeschenbach. Hier befindet sich Europas geologische Mitte, treffen an dieser Stelle doch zwei Urkontinente aufeinander. Auch in Neuhaus befand sich dereinst eine mittelalterliche Feste. Teil der Anlage ist der Butterfassturm, dessen Tür bedauerlicher Weise nicht offen ist. Von seinen Zinnen soll sich eine herausragende Rundumsicht über den Oberpfälzer Wald und die Ortschaft Windischeschenbach-Neuhaus erschließen, wie unser mitgeführter Wanderführer zu berichten weiß.

 

Pfarrkirche von Neuhaus in der Nähe des Butterfassturmes

 

Vom Butterfassturm fällt der Goldsteig wieder in das Waldnaabtal hinein. Eine Weile geht es erneut am munter plätschernden Fluss entlang. Dann führt uns die Route auf naturbelassenen Wegen mal näher und dann wieder weiter von der Waldnaab entfernt, durch die offene Landschaft.

Mit dem Goldsteig auf naturbelassenen Wegen zum Zielort Neustadt an der Waldnaab

 

Die Huzlmühle liegt am Weg, bevor die Bergkameraden die Freizeit- und Campinganlage von Neustadt erreichen. Eine Baumallee führt uns hinauf in die Altstadt mit den Lobkowitz-Schlössern und dem mittelalterlichen Stadtplatz. In Neustadt an der Waldnaab endet diese herrliche Goldsteigetappe.

Im historischen Ortskern von Neustadt an der Waldnaab

 

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Mit dem Goldsteig durch das Naturschutzgebiet Waldnaabtal zu wandern ist sicherlich ein herausragendes Erlebnis auf dem Prädikatsfernwanderweg. Von der Blockhütte sollte man allerdings nicht der Ausschilderung des Goldsteigs folgen, der zeitweise auf einem breiten Forst- und Radweg an der Waldnaab entlang läuft, sondern den Uferpfad rechts der Waldnaab wählen. Er zeigt sich wilder und urwüchsiger als die Hauptwanderroute. So kann man dieses herrliche Naturerlebnis in vollen Zügen genießen. An der ersten oder besser noch an der zweiten Brücke kann man dann wieder auf die Goldsteigroute hinüber wechseln und dem Fernwanderweg bis nach Neustadt an der Waldnaab folgen, wobei das letzte Drittel der Streckenwanderung auf naturbelassenen Wegen durch die offene Landschaft der Oberpfalz führt und erst kurz vor dem Etappenziel wieder zur Waldnaab zurückkehrt.

 

Hier geht es zur 4. Goldsteigetappe von Neustadt nach Leuchtenberg

 

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