Rheinsteig 12. Etappe Lahnstein - Ehrenbreitstein

Art:

Streckenwanderung

Länge:

16 km (mit Bahnhofszuwegungen)

Wanderregion:

Rheintal - Westerwald

Schwierigkeitsgrad:

mittelschwer

Bewertung:
Westerwald

 

Bildergallerie

 


  • 001 - Auf dem Rheinsteig am Einstieg zur Ruppertsklamm
  • 002 - In der Ruppertsklamm liegt viel altes Schnittholz herum
  • 003 - Kurze Kletterpartie in der Ruppertsklamm
  • 004 - Mit Drahtseilsicherungen geht es bergan
  • 005 - Blick zurueck in die canonartige Klamm
  • 006 - Felsige Steige ausgangs der Ruppertsklamm
  • 007 - Auf breiten Forstwegen im Rheinsteig unterwegs
  • 008 - Erstes Lahntalpanorama vom Rheinsteig

Durch die Ruppertsklamm von der Lahn zurück ins Rheintal

 

Auf der Rheinsteigetappe von Lahnstein nach Koblenz-Ehrenbreitstein wartet der Fernwanderweg mit einem bemerkenswerten Einstiegsszenario auf, dem Durchsteigen der Ruppertsklamm. Aber das war es dann auch schon an Höhepunkten! Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Der Pfadanteil kommt auf dieser Rheinsteig-Etappe viel zu kurz und nur in der engen Ruppertsklamm kommt Rheinsteigfeeling auf. Meist werden breite, zum Teil eintönige Waldwege beschritten, die nur an wenigen Panoramapunkten herausragende Aussichten ins Lahntal gestatten. Den Rheinstrom bekommt man erst auf den letzten Wandermetern zu Gesicht.

 

Der Rheinsteig beim Eingang zur Ruppertsklamm

 

Die Watzmänner starten am Bahnhof von Niederlahnstein in die Rheinsteigetappe und folgen der zwei Kilometer langen, gelb beschilderten Zuwegung zum Fernwanderweg in das Lahntal hinein. Aus der Bebauung von Lahnstein schweift der Blick hinauf zur Burg Lahneck, die jenseits des Lahntales aufragt. Die Zuwegung führt an der alten Eisenbahnbrücke vorbei, welche über die Lahn führt und schließlich zum Eingangsportal der Ruppertsklamm hinüber. Hier treffen wir auf die Hauptroute des Rheinsteigs. Sogleich geht es sanft ansteigend aber noch unschwer auf einem schmalen Waldpfad in die enge Schlucht hinein.


In der Ruppertsklamm

 

Das ändert sich allerdings bald. Die steilen Hänge treten noch dichter an das kleine, munter plätschernde Gewässer heran und zeigen sich deutlich felsiger. In der Tat kann man jetzt von einer Klamm sprechen. Je weiter wir in die Felsenschlucht vordringen, desto wilder zeigt sich die Rheinsteigroute. An einigen exponierten Teilabschnitten hat man Fixseile angebracht, die für die Sicherheit der Klammwanderer sorgen sollen. Auch mehrere Eisenklammern, fest verankert im steilen Fels, helfen über einige knifflige Stellen hinweg.

Kurze "Kletterei" in der Ruppertsklamm

 

Unzählige Male wird beim Aufsteigen der kleine Bach überschritten. Eiserne Stege und große, im Bach liegende Steine werden dabei als willkommene Hilfen angenommen. Allerdings fällt auf, dass viel vermoderndes Schnittholz wahllos in der Schlucht und im Bach herum liegt. Es stammt von einem radikalen Holzeinschlag vor einigen Jahren. Statt es zu entsorgen und zu verwerten, hat man es einfach liegen lassen. Diese unverständliche Maßnahme raubt der Ruppertsklamm ohne Zweifel ihren idyllischen Charakter.



Bildergallerie

 


  • 001 - Auf dem Rheinsteig am Einstieg zur Ruppertsklamm
  • 002 - In der Ruppertsklamm liegt viel altes Schnittholz herum
  • 003 - Kurze Kletterpartie in der Ruppertsklamm
  • 004 - Mit Drahtseilsicherungen geht es bergan
  • 005 - Blick zurueck in die canonartige Klamm
  • 006 - Felsige Steige ausgangs der Ruppertsklamm
  • 007 - Auf breiten Forstwegen im Rheinsteig unterwegs
  • 008 - Erstes Lahntalpanorama vom Rheinsteig

 

Ausgangs der engen Schlucht trifft die Gruppe auf die Ruppertsklammhütte und biegt dann scharf links schwenkend in einen breiten Waldweg ein. Höhengleich schlängelt er sich durch die mittlere Hanglage. Erstes, frühlingshaftes Blattgrün zeigt sich an den hoch aufragenden Buchenbeständen, die jetzt durchmessen werden. Von einem Aussichtspunkt am Wegrand fällt der Blick tief hinab ins Lahntal. Der Allerheiligenberg von Lahnstein und Burg Lahneck in der Ferne sind von hier aus zu sehen.
 

Gezoomter Blick ins Lahntal vom Rheinsteig

 

Noch eine Weile folgt der Rheinsteig dem breiten Forstweg. Dann geht es mit einem scharfen Rechtsknick in den Hang hinein. Überaus steil führt uns ein felsiger Pfad über einen breiten Grat zum Friedlandblick hinauf. Von einer rustikalen Waldliege ist die Lahnsteiner Friedland-Siedlung gut einzusehen. Nach kurzer Wanderrast ist ein weiterer strammer Aufstieg zu bewältigen. Dann bestimmen wieder breite Waldwege das Streckenprofil. Schließlich führen uns windungsreiche Waldpfade zur Hunsrück-Blick-Liege hinauf.

An der rustikalen Hunsrück-Blick-Liege mit schönen Fernsichten

 

In der Tat kann man von hier aus über das Lahn- und Rheintal hinweg weit in den Hunsrück hinein sehen. Heute ist es allerdings etwas zu diesig, um die schöne Weitsicht in vollen Zügen zu genießen. Ein letzter Aufschwung ist noch zu nehmen. Dann sind die Westerwaldhöhen erklommen.

 



Bildergallerie

 


  • 001 - Auf dem Rheinsteig am Einstieg zur Ruppertsklamm
  • 002 - In der Ruppertsklamm liegt viel altes Schnittholz herum
  • 003 - Kurze Kletterpartie in der Ruppertsklamm
  • 004 - Mit Drahtseilsicherungen geht es bergan
  • 005 - Blick zurueck in die canonartige Klamm
  • 006 - Felsige Steige ausgangs der Ruppertsklamm
  • 007 - Auf breiten Forstwegen im Rheinsteig unterwegs
  • 008 - Erstes Lahntalpanorama vom Rheinsteig

 

Hier auf dem Lichterkopf hat sich vor Jahren noch ein Aussichtsturm befunden. Er bot einen einzigartigen Ausblick über die gesamte Region. Leider wurde er im Jahre 2010 abgerissen, weil er das "TÜV-Siegel" nicht mehr bekam. Damit hat man dieser Rheinsteigetappe ein weiteres, dringend benötigtes Highlight genommen. So streifen wir ziemlich frustriert auf eintönigen Waldwegen durch den Horchheimer Wald.

Auf eintönigen Waldwegen durch den Horchheimer Wald

 

Die Bergkameraden wandern über die Dornswiese hinweg und folgen einem Pfad zwischen Buchen hindurch zur alten Heerstraße. Sie wird überschritten, um durch den lichten Forst zum Wachecker Kopf zu gelangen. Mit einem Hohlweg leicht abwärts wandernd gelangen die Rheinsteigwanderer dann zum Geländegraben des Bienhornbaches.

Durch das Bienhornbachtal talwärts nach Koblenz-Pfaffendorf

 

Entlang einer uralten Ulmenallee geht es in das Bienhornbachtal hinein. Überaus idyllisch folgt die Streckenführung dem kleinen Gewässer bis hinab nach Koblenz-Pfaffendorf. Die Watzmänner überschreiten mit der Pfaffendorfer Brücke den Rhein und fahren mit der Deutschen Bahn vom Koblenzer Hauptbahnhof nach Niederlahnstein zurück.

 

Blick von der Pfaffendorfer Rheinbrücke auf die Festung Ehrenbreitstein

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Diese Rheinsteigetappe von Lahnstein nach Koblenz-Ehrenbreitstein vermag nur wenig zu begeistern. Es fehlen die herausragenden Einblicke ins Rheintal, die wir ansonsten vom Rheinsteig kennen. Steigcharakter zeigt die Routenführung lediglich in der Ruppertsklamm, die durch wild herum liegendes, uraltes Schnittholz ihren einstigen Charme vollkommen eingebüßt hat. Auch der Verlust des Aussichtsturms auf dem Lichterkopf ist nicht zu kompensieren. Die wenigen Panoramablicke ins Lahntal sind zwar bemerkenswert, können aber die überwiegend negativen Eindrücke nicht aufwiegen. Rastmöglichkeiten mit Bänken und Tischen gibt es nur an der Wanderhütte ausgangs der Ruppertsklamm. Insgesamt handelt es sich bei diesem Teilabschnitt des Rheinsteiges inzwischen um einen notwendigen Lückenschluss, dessen Streckenlänge von Bahnhof zu Bahnhof insgesamt etwa 16 Kilometer beträgt.

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