Lahnwanderweg 18. Etappe Obernhof - Bad Ems

Art:

Streckenwanderung

Länge:

18 km

Wanderregion:

Lahntal

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Westerwald

 

 

Bildergallerie

  • 001 - Lahnwanderweg - Start in Obernhof an der Lahn -
  • 002 - Blick vom Lahnwanderweg auf Obernhof und Kloster Arnstein -
  • 003 - Auf fesigen Steigen im Lahnwanderweg -
  • 004 - Der Lahnwanderweg im Gelbachtal bei Weinaehr -
  • 005 - Unterwegs im Lahnwanderweg -
  • 006 - Lahnwanderweg - Aufstieg zum Aussichtspunkt Hohe Lay -
  • 007 - Lahnwanderweg - Blick vom Aussichtspunkt Hohe Lay auf Nassau -
  • 008 - Lahnwanderweg - Rast am Aussichtspunkt Hohe Lay -

 

1. Teil: Von Oberhof über Weinähr nach Nassau

 

Nicht nur für Kanuten und Radsportler, sondern auch für ambitionierte Wanderer ist das Lahntal zwischen Obernhof und Bad Ems ein Geheimtipp. Der neue Lahnwanderweg verbindet die alten Lahnhöhenwege auf Westerwald- und Taunusseite zu einer herrlichen Streckenwanderung mit traumhaften Panoramablicken ins Lahntal. Allerdings sollte man eine gute Kondition mitbringen, wenn man die dritte Etappe dieses Premiumwanderweges auf Rheinland-Pfalz-Seite erwandert, sind doch fünf stramme Aufstiege mit insgesamt mehr als 700 Höhenmetern zu bewältigen.

 

Die Lahn am Startpunkt Obernhof

 

Die Watzmänner starten die Tour am Bahnhof in Obernhof, überschreiten die Lahn und wandern ausgangs der Ortslage in den Steilhang hinein. Bald nimmt uns ein schmaler Pfad auf, der recht steil bergan führt. Kurz darauf erreichen die Bergkameraden einen Aussichtspunkt, von dem aus jenseits des Tales Kloster Arnstein auf einem Felsensporn bewundert werden kann. Der felsige Pfad schlängelt sich jetzt höhengleich an der Hangkante entlang. Während rechter Hand Schieferwände aufragen, fällt das Gelände zur linken Seite lotrecht ab. Ein Eisengeländer schützt vor Stürzen ins Bodenlose.

 


 

Schließlich führt der Weg in Serpentinen in das Gelbachtal hinein. Die Watzmänner erreichen die Ortschaft Weinähr, überschreiten den Gelbach und wandern auf der anderen Seite des Tales in den lichten Forst hinein. Auch hier steigt das Gelände steil an. In endlosen Schleifen führt uns die Wegmarkierung zur Hohen Lay hinauf. Über Treppenstufen erklimmen wir den herrlichen Aussichtsfelsen hoch über dem Lahntal. Hier wird ausgiebig Rast gehalten um die traumhaften Aussichten auf Nassau und zurückblickend auf das Kloster Arnstein zu genießen.

 

Blick vom Aussichtpunkt Hohe Ley ins Lahntal

 

Erneut geht es jetzt zu Tal. Ein schmaler Saumpfad geleitet die fünfköpfige Wandergruppe nach Nassau. Hier fällt besonders der imposante Fachwerkbau des historischen Rathauses aus dem 17. Jahrhundert und der geschmackvoll gestaltete Vorplatz ins Auge.

 

Historisches Rathaus in Nassau

 

Auch die alte Kettenbrücke, auf der wir kurze Zeit später die Lahn überschreiten, beeindruckt die Wanderer sehr. Erneut steigt der Lahnwanderweg in den Hang hinein. Vorbei am Denkmal des Freiherrn von Stein, einem Sohn der Stadt Nassau, geht es zum Burgberg hinauf. Hier lockt eine Besichtigung der Burg Nassau. Die stolze Anlage stammt aus dem Jahre 1093 und ist der Stammsitz des Hauses Nassau. Wir allerdings lassen das mittelalterliche Gemäuer links vom Lahnwanderweg liegen und wandern vom Burgberg in das idyllische Mühlbachtal hinein. Nach dem Durchschreiten der sattgrünen, schon frühlingshaften Talaue führt ein schmaler Steg über den Mühlbach und sodann, wie kann es anders sein, erneut steil bergan.

 


 

Bildergallerie

  • 001 - Lahnwanderweg - Start in Obernhof an der Lahn -
  • 002 - Blick vom Lahnwanderweg auf Obernhof und Kloster Arnstein -
  • 003 - Auf fesigen Steigen im Lahnwanderweg -
  • 004 - Der Lahnwanderweg im Gelbachtal bei Weinaehr -
  • 005 - Unterwegs im Lahnwanderweg -
  • 006 - Lahnwanderweg - Aufstieg zum Aussichtspunkt Hohe Lay -
  • 007 - Lahnwanderweg - Blick vom Aussichtspunkt Hohe Lay auf Nassau -
  • 008 - Lahnwanderweg - Rast am Aussichtspunkt Hohe Lay -
 

2. Teil: Von Nassau über Dausenau in die Kurstadt Bad Ems

 

Im zweiten Teil der Streckenwanderung über den Lahnwanderweg werden beim Aufstieg nach Misselberg breite Waldwege beschritten. Zwischen dem Geäst bewundern die Bergkameraden jenseits des Mühlbachtales den Bergfried der Burg Nassau, der die Baumkronen des Burgberges überragt. Kurz vor Misselberg zweigt der Lahnwanderweg nach rechts ab, überquert ein kleines Rinnsal auf einem hölzernen Steg und führt dann auf eine Freifläche hinaus. Eine Weile wandern die Watzmänner an einer Obstplantage entlang, um dann der Routenbeschilderung, auf einem schmalen Steiglein steil bergan, zur Kuxlay zu folgen.

 

Lahntalblick von der Kuxlay auf Dausenau

 

Von diesem famosen Aussichtspunkt fällt der Blick eindrucksvoll hinab ins Lahntal. Weit voraus ist Dausenau zu sehen und von rechts grüßt Nassau herüber. Hier wird noch einmal eine Wanderpause eingelegt, bevor wir an der Hangkante entlang wandern und noch mehrere Male Gelegenheit haben, die Lahn aus der Vogelperspektive zu betrachten. Aus dem Wald heraustretend, führen uns breite Wiesenwege dann hinab nach Dausenau. Auch hier wird die Lahn überquert um diesmal auf der Westerwaldseite dem Lahnwanderweg zu folgen. Von der Lahnbrücke weiß die mittelalterliche Ortsansicht von Dausenau sehr zu gefallen.

 

Historische Ortsansicht von Dausenau

 

Teile der alten Stadtmauer und ein hoch aufragendes Stadttor sind noch erhalten. Auch der schiefe Turm von Dausenau ist am Ortsende auszumachen. Wir streifen den Ort an seiner westlichen Seite und wandern an der historischen Stadtbefestigung vorbei in den Hang hinein. Schrebergärten und eine schöne Aussicht auf das Ortsbild von Dausenau begleiten uns beim letzten steilen Anstieg hinauf zu den Lahnhöhen.

 


 

Nach weiteren zwei Kilometern erreichen die Wanderer den Concordiaturm, der sich hoch über Bad Ems erhebt. Ein traumhafter Panoramablick von der Plattform des Turmes auf das Kurzentrum der Bäderstadt Bad Ems erwartet die Watzmänner. Hier könnte man stundenlang verweilen um diese herrliche Aussicht zu genießen. Aber die Zeit drängt. So machen wir uns alsbald an den Abstieg. Die Streckenführung überrascht jetzt mit einem rustikalen Felsensteig, der sich in Serpentinen hinab ins Lahntal schlängelt. Immer wieder führen Abzweige zu Aussichtspunkten auf Bad Ems.

 

Traumhafte Aussichten auf die Kurstadt Bad Ems von den Lahnhöhen am Concordiaturm

 

Letzter Höhepunkt auf diesem Teilabschnitt bilden die kleinen Heinzelmännchenhöhlen. Es handelt sich dabei um Aushöhlungen im Karstgestein, die aus der Zeit des Unterdevons stammen. Zum Schluss dieser Etappe auf dem Lahnwanderweg durchschreiten wir, oh Wunder, noch ein Parkhaus und kehren dann auf ein gutes Stück Kuchen und einen köstlichen Eisbecher im Kurviertel von Bad Ems ein. Hier endet ein traumhafter Wandertag, den man guten Gewissens weiterempfehlen kann.

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